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Hessens Zukunft 2006 Drucken E-Mail
Auch in diesem Jahr beteiligten sich thüringische Züchter mit einer kleinen, ausgesuchten Kollektion an der hessischen Landesschau in Alsfeld. Mit dabei war das Zuchtzentrum Gleichamberg, ein erfahrener Aussteller und bekannter Milchproduktionsbetrieb mit einer Herdenleistung von mehr als 11.000 kg Milch pro Kuh, aus dem Kreis Hildburghausen. Das Zuchtzentrum war mit zwei Kühen vertreten: einer gut entwickelten, korrekten Jeff-Tochter, die in harter Konkurrenz einen hervorragenden Ic Platz erreichte, sowie der Jazzman-Tochter Jasmin, die, in der 6. Laktation stehend, zu den ältesten Kühen der Schau zählte und eine Ib-Platzierung mit nach Hause nehmen konnte. Als regelmäßiger Schaubeschicker war Karl-Heinz Frühauf, Ehrenberg, passionierter Rotbunt-Züchter mit der sehr jungen Encounter-Tochter Fetsje angereist; Fetsje zeigte sich sehr milchtypisch mit viel Entwicklungspotential, konnte in dieser Klasse allerdings keinen der vorderen Ränge einnehmen. Mit zwei hoffnungsvollen Jungkühen ging Martin Rübesam aus Wiesenfeld an den Start: die noch sehr junge, gerade 2 Wochen in Milch stehende, schliffige Rubenstochter Perfektion kam in ihrer starken Klasse unter die Räder und belegte hier den letzten Platz. Alsfeld kam für sie wohl einige Wochen zu früh… Für die Blitz-Tochter Rocket aus Rianne lief es besser: Sie belegte einen Ic-Rang und lässt für zukünftige Auftritte noch mehr erwarten. Herzliche Glückwünsche und Dank an die Thüringer Züchter und ihr „Bodenpersonal“. Ein Höhepunkt aus Sicht des LTR war die Präsentation zweier Nachzuchten, als Highlight eine Töchtergruppe des Nummer-Eins-Bullen Mascol, inzwischen weltweit als Bullenvater im Einsatz. Daneben eine Sammlung des Neueinsteigers Jacinto. Jacinto ist ein Jocko Besne Sohn aus bester italienischer Kuhfamilie mit US-amerikanischen Wurzeln. Jacinto-Töchter sind große, lange Kühe mit unbedingtem Leistungswillen, was aus seinen ersten Einsatzleistungen erkennbar ist: Mit 33l liegt er deutlich über dem üblichen Mittel. Sie zeigen eine flache, sehr offene Rippe, breite, gut gelagerte Becken und gute Fundamente. Die Euter sind hoch im Euterboden, sehr drüßig, relativ kurz im Vordereuter bei mittlerer Strichlänge und etwas enger sitzenden Hinterstrichen. Ein dem entsprechendes Bild bot die in Alsfeld aufgetriebene Töchter-Sammlung. Mit einem ersten, sicheren Zuchtwert wird im Mai zu rechnen sein. Absoluter Höhepunkt der Nachzuchten war die Vorstellung der Mascol-Töchter, inzwischen in der 2. Laktation stehend.

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Seit ihrer ersten Präsentation im Juni 2005 in Oldenburg haben die Mascols im einhelligen Urteil des Fachpublikums eine enorme Entwicklung durchlaufen: sie sind deutlich breiter, tiefer und länger geworden, haben an Ausstrahlung und Milchtyp gewonnen und dabei Fundament- und besonders Euterqualität gehalten, wobei in punkto Euter besonders Festigkeit und die korrekte Strichplatzierung ins Auge fallen. Mit dieser begeisternden Töchtervorstellung und seinem ausgezeichneten Zuchtwert bleibt Mascol einer der Top-Vererber der Holstein-Zucht.
An dieser Stelle sollte die Arbeit der LTR-Backstage-Truppe nicht unerwähnt bleiben: Sie hat in 10 Tagen aus „rohen“ No-Name-Laufstallkühen zwei unverwechselbare Töchtergruppen gezaubert, die in dieser Verfassung jedem Vergleich standhalten würden, die Kühe waren bestens gefittet, in Top-Kondition auf den Punkt gebracht.

Und noch ein Highlight: Einen in Thüringen gezogenen und in Hessen getesteten rotbunten Jaromir-Sohn aus der bekannten Scarott (v. Luke), Agrarprodukte Schmölln, stellten die hessischen Kollegen erfolgreich vor. Mit der Demonstration der Jasser-Nachzucht geht nicht nur ein langgehegter Wunsch des Thüringer Züchters Uwe Fulde in Erfüllung, sondern sie demonstriert auch sehr schön hessisch-thüringsche Kooperation.

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