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Aktuelle Thüringer Vererber Drucken E-Mail

Vererber aus dem LTR/TopQ-Zuchtprogramm - Zuchtwertschätzung  Januar 2008

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Die Ergebnisse der Januar-Zuchtwertschätzung können als großer, als seltener Erfolg für den Landesverband Thüringer Rinderzüchter und TopQ betrachtet werden. Mit Mascol und Bobas belegen zwei in Thüringen geprüfte Vererber aus dem TopQ-Zuchtprogramm die Plätze 1 und 2 der aktuellen RZG-Topliste.

Mascol bestimmt nun schon im dritten Jahr die Spitze der deutschen Liste. Seine ersten Töchter aus dem Wiedereinsatz werden zum Ende diesen Jahres hin zur Kalbung kommen und damit Anfang 2009 in Mascols Zuchtwert wirksam werden.

Anders sieht es mit Bobas aus. Bobas machte in den vergangenen Monaten, lange vor seinem ersten offiziellen Zuchtwert, viel von sich reden. Mehrmals schon wurden Töchtergruppen gezeigt, zuletzt anlässlich der Landesschau Thüringer Holsteinzüchter im vergangenen Herbst. Bobas stellt sich mit seinen aktuellen Werten als ein Bulle dar, der über extremes Leistungspotential verfügt und dies 1:1 an seine Töchter weitergibt. Bei indifferenten Eiweißprozenten liegt sein Zuchtwert für Eiweiß-kg bei +83, damit ist er in diesem Merkmal die Nr. 1 weltweit. Seine eher unauffälligen, robust wirkenden, dabei milchtypischen Töchter entwickelten sich über die erste Laktation hinweg sehr gut weiter. Ein Teil hat bereits wieder gekalbt und bestätigt mit hohen Einsatzleistungen die Erwartungen. Auch hinsichtlich Exterieur- und Euterqualität kann nichts Nachteiliges gesagt werden: die Euter zeigen sich gut im Euterboden mit einer deutlich positiven Entwicklung speziell in Hintereuterbreite.

Neben diesen beiden Spitzenbullen, konnten eine ganze Reihe weiterer LTR-Vererber ihre Positionen halten oder noch verbessern.

Dazu gehört zuerst die komplette Riege der Jocko-Besne Söhne. So konnten die beiden Milchmengenspezialisten Jockmon und Jacinto ihre hohen Leistungszuchtwerte einmal mehr bestätigen. Aber auch Jorit, Joker und der Jefferson Vollbruder Jobs positionierten sich weiterhin stabil.

Mit Spannung wurde die erste größere Manager-Töchtergruppe aus dem Wiedereinsatz erwartet: mit 1517 Töchtern in Milch fiel er um 65 Plätze auf Rang 94 zurück, konnte aber mit einen RZG von 129 und speziell im Exterieurbereich das hohe Niveau halten.

Nicht unerwähnt darf Amador bleiben, immer noch der höchste Aaron-Sohn der deutschen Liste und nach wie vor mit hohen Werten für Leistung, Exterieur und Nutzungsdauer.

Ebenfalls konstant in allen Werten präsentiert sich Jorrik (RZG 124), ein Jorrielake-Sohn aus Esquimau, der nicht zuletzt durch seinen eher seltenen Vater auffällt und sich für den breiten Einsatz anbietet.

Unter den jüngeren, erst im vergangenen Jahr zum Wiedereinsatz gelangten Bullen fällt der Bormio-Sohn Borado ins Auge: ein Bulle mit sehr ausgeglichenem Zuchtwert und soliden, kapitalen Kühen mit Stärke, Tiefe und besten Becken.

Unter den ganz jungen Vererbern ragen zwei auch vom Pedigree außergewöhnliche Bullen heraus.
Zum einen Lhertom, ein Lheros-Sohn mit tiefem kanadischen Hintergrund, guten Leistungs-, Exterieurzahlen und einem hohen RZS von 113. Seine Töchter sind starke, entwickelte Kühe mit gutem Typ, die sehr an Lheros erinnern.

Knapp davor mit RZG 124 steht der Steven-Sohn Stevlord. Seine Mutter ist die bekannte EX92 Lord Lily Tochter Rita 233, erfolgreich als Bullenmutter und Schaukuh. Stevlord zeigt durchweg gute Zahlen. Er vererbt leichtere, straffe Kühe mit korrektem Fundament und hohen, sehr fest ansitzenden Eutern.

Insgesamt wieder eine erfolgreiche Zuchtwertschätzung für den LTR mit 12 Bullen unter den Top100, guter Wiederholbarkeit und hoffnungsvollen Neueinsteigern.

 
Landesverband Thüringer Rinderzüchter - Zucht- und Absatzgenossenschaft eG - Stotternheimer Straße 19 - 99087 Erfurt - Tel: +49 361 779740