| Schaubericht Landestierschau Fleischrinder 2010 |
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Schaubericht Landestierschau Fleischrinder 2010 Mit dem bisher größten Aufgebot an Fleischrindern konnte in diesem Jahr die Landestierschau aufwarten. 84 Tiere verteilt auf 13 Rassen stellten sich dem kritischen Blick des Preisrichters Jost Grünhaupt, seinerseits Zuchtleiter für Fleischrinder in Hessen. Der Wettbewerb startete wegen der Vielzahl angemeldeter Tiere bereits vor Eröffnung der Messe, den Anfang machte die Rasse Fleckvieh. Bei den Jungrindern im Alter bis 12 Monate sicherte sich die harmonische und für ihr Alter bestens entwickelte Hoeness-Tochter Maya von Dirk Friedel aus Zöllnitz den Siegertitel. In der Klasse der Jungrinder älter 12 Monate ging der Sieg an die Cimba-Tochter Isi aus der Zucht von Hartmut und Claudia Pieter aus Neustadt. Dieses typvolle und korrekte Jungrind zeichnete sich durch seine altersgemäße Kondition und Entwicklung aus. Bei den tragenden Färsen siegte die Emstal 3-Tochter Elene aus dem Betrieb Petra Rauschenbach. Die dunkelrot gezeichnete Siegerfärse bestach vor allem durch Fleischansatz sowie der gewünschten Breite. In der Klasse Kühe mit Kalb siegte die schauerfahrene Baso-Tochter Isabo aus dem Betrieb Pieter mit ihrem Bullenkalb von Cimba. Die rahmige Siegerkuh, die bereits ihr fünftes Kalb bei Fuß führte, wusste durch sehr viel Länge, korrekte Übergänge und gute Fundamente zu gefallen. Beim anschließend zu vergebenen Titel der „Miss Simmental“ kam Herr Grünhaupt wiederum an der Kuh Isabo einfach nicht vorbei. Sie verkörperte alles, was sich Züchter bei dieser Rasse wünschen: Kaliber, Korrektheit und Fleischansatz. Bei den Bullen jünger als 12 Monate setzte sich der gut bemuskelte und sehr korrekte Tomba-Sohn Turbo von Mirko Telle aus Laasdorf an die Spitze, welcher außerdem durch einen sehr flüssigen Bewegungsablauf bestach. Die zweite Bullenklasse, welche aus Tieren im Alter über 18 Monate bestand, entschied der Balou-Sohn Basko von der Fleischrind GmbH Oberweißbach klar für sich. Er überzeugte hinsichtlich Typ, Fleischansatz und Kapazität. Der beste Fleckviehbulle wurde ebenfalls der Bulle Basko aus Oberweißbach. Bei den Charolais dominierten wieder einmal die erfahrenen Schaubeschicker der MKH-Agrar-GmbH aus Teichröda, welche auch das Siegertier dieser Klasse stellten. Die Kuh Ovina war durch ein Mehr an Länge ihrer Stallgefährtin Gandi überlegen. Die Gelbviehzüchter waren in diesem Jahr mit einer Kollektion von 4 Kühen mit Kalb vertreten. Aufgrund ihrer Länge und ihrem außerordentlich guten Fundament siegte die Halkorn-Tochter Franzi aus der Zucht von Juliane Schmidt, Niederzimmern. Sehr stolz waren die Ausrichter der Landestierschau auf die Kollektion der Pinzgauer Jungrinder. Johannes Schmidt aus Dreißigacker sowie Enrico Jahn aus Stadtroda präsentierten drei wundervolle Protus-Töchter. Das Jungrind Sonne von Johannes Schmidt stellte in dieser Klasse aufgrund ihrer enormen Tiefe und Länge das Siegertier. Erfreulicherweise war die Rasse Rotes Höhenvieh in diesem Jahr sehr stark vertreten. In der Klasse der Kühe gefiel dem Preisrichter die Ottmar-Tochter Kimberly von Stephan Goldmann aus Diedorf am besten. Diese mittelrahmige Kuh begeisterte durch viel Typ und Korrektheit. Über den Sieg in der Klasse der Jungrinder freute sich Frank Gehlert aus Partschefeld mit seiner Lorenz-Tochter Marta. Dieses typvolle und harmonische Tier beeindruckte außerdem mit einer überragenden Oberlinie. Eine besondere Ehrung erfuhr die Kuh Lilli vom Arche Rhönschafhof in Schernberg. Sie bekam einen Preis für die älteste Kuh, die zur Schau ausgestellt wurde. Mit ihren 14 Jahren präsentierte sich Lilli in guter Kondition und mit einem guten Fundament. Sie führte ihr mittlerweile 12. Kalb bei Fuß, alle ihre Bullenkälber wurden zur Zucht gekört. Um den Titel der besten Galloway-Kuh konkurrierten zwei Züchter mit drei Tieren unterschiedlichen Farbschlags. So standen Kühe des schwarzen und weißen Farbschlags sowie ein Tier der Farbrichtung Belted Galloway im Ring. Der Sieg ging an die typstärkste und mit bester Bemuskelung versehene Karin (V: Lucas vom Steinberg) und ihr Kuhkalb der Dielsdorfer Naturland GmbH.
Die Highlandzüchter waren auch in diesem Jahr wieder komplett angereist und brachten eine Vielzahl von Tieren vom Jungrind bis zum Altbullen auf die Landestierschau. Zum ersten Mal wurde auch ein Preis für das beste 2009 in Thüringen geborene Jungrind vergeben, der BASU-Cup. Hierfür gingen insgesamt 10 Jungtiere ins Rennen. Bei den Jungrindern siegte die harmonische und für ihr Alter sehr gut entwickelte Paula (V: Oganach) aus der Zucht von Falk Pommer aus Scheibe-Alsbach. Falk Pommer konnte sich außerdem über den Sieg in der Klasse der Jungbullen freuen. Somit war schon klar, dass der Wanderpokal von BASU nach Scheibe-Alsbach gehen würde. Den Titel holte sich dann auch der Jungbulle Marvin (V: Marko), welcher durch Typ und Ausstrahlung zu überzeugen wusste. Bei den Kühen mit Kalb siegte die schauerfahrene typvolle Petty (V: Papageno vom Wotanstein) von Falk Pommer aus Scheibe-Alsbach, welche auch den Titel des besten weiblichen Highlands für sich entscheiden konnte.
Thomas Strümpfel aus Bucha und Carsten Mrosk aus Unterwirbach kämpften mit ihren Tieren um den Titel des besten Altbullen. Der mittlerweile siebenjährige Dylan (V: Dundee vom Augustenhof) von Thomas Strümpfel wusste vor allem durch seine Länge zu bestechen und entschied den Sieg für sich. Bei den 3-jährigen Bullen platzierte sich souverän Lennart (V: Lumberjack Ruadh vom Augusterhof) von Anke und Jens Koch auf dem ersten Rang. Der Bulle überzeugte den Preisrichter durch Typ, Bemuskelung und Ausstrahlung und konnte daher auch den Gesamtsieg in der Klasse der Highlandbullen für sich behaupten. Eine Gruppe von drei Angusbullen stellte sich der Entscheidung des Richters. Das Rennen entschied der jüngste Bulle Greenstone (V: Greenstone) von Klaus Möbius aus Mittelbach im Ring für sich, der in Länge und Bemuskelung nicht zu schlagen war. Bei den Limousin traten wie auch schon im Vorjahr 3 Bullen der Fleischrind GmbH Oberweißbach im Ring gegeneinander an. Zum Klassensieger wurde der hornlose Imperator-Sohn erkoren, der alle Merkmale des Zuchtziels in sich vereint und auf einem tadellosen Fundament steht und geht. Das rasseübergreifende Championat war wie immer der Höhepunkt der Veranstaltung. Hier wurde das beste weibliche Tier sowie männliche Tier der extensiven, intensiven sowie mittelintensiven Rassen ermittelt. Hier gingen auch Tiere an den Start, die aufgrund ungenügender Teilnehmerzahl nicht in einer Klasse gerichtet werden konnten. So wurde der hornlose Pinzgauer-Bulle Protus (V: Primus) von Johannes Schmidt aus Dreißigacker zum Sieger Fleischrind mittelintensiv männlich gekürt. Der lange und gut bemuskelte Bulle wusste durch seine Präsenz im Ring den Preisrichter zu überzeugen. Auch der Bulle Berthold (V: Bronco) der Rasse Rotes Höhenvieh von Klaus Hofmann aus Hain konnte innerhalb seiner Rasse nicht gerichtet werden, seine Chance kam in der Gruppe Bestes Fleischrind extensiv männlich, die er klar für sich entschied und auf dem Siegerplatz landete. Wir beglückwünschen die Preisträger und bedanken uns noch einmal bei allen Ausstellern für ihr Engagement, diese Landestierschau mit einer hohen Anzahl von Tieren zu beschicken. Das Niveau des Wettbewerbs war sehr hoch und repräsentierte einen Querschnitt der Thüringer Landeszucht.
Prämierungsliste
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