Am 04. März 2015 fand zum 23. Mal die Zuchtbullenauktion des Landesverbandes Thüringer Rinderzüchter statt. Die Auktion stellt schon seit Jahren eine feste Größe im Terminkalender der Fleischrindzüchter und Mutterkuhhalter dar und so fanden sich im Zucht- und Vermarktungszentrum Laasdorf etwa 350 Zuschauer und potentielle Käufer aus ganz Deutschland ein. Zur Auktion kamen 43 stations- sowie 7 feldgeprüfte Bullen exzellenter Qualität der Rassen Fleckvieh (39), Charolais (5), Angus (4), Gelbvieh (2).

 

Die Auktionshalle war schon am Vormittag zur Vorstellung der Bullen im Ring sehr gut gefüllt. Ulrike Niebling stellte die Vorzüge jedes einzelnen Bullen dar, dabei durfte auch die Ernennung des „Mr. Dornburg“, dem Bullen mit der höchsten Prüftagszunahme, nicht fehlen. Dieser Titel ging dieses Jahr an einen reinerbig hornlosen Fleckviehbullen. Der Mister-Sohn Madison, gezogen von der Tierprodukt GmbH Kalbsrieth, nahm am Prüftag sagenhafte 2060 g zu. Den Körsieger mit den Traumnoten 9 im Typ, 9 in der Bemuskelung sowie 8 im Skelett stellte in diesem Jahr der Zuchtbetrieb Hartmut Pieter aus Neustadt. Dieser reinerbig hornlose Frede-Sohn, ein feldgeprüfter Bulle mit absolutem Schaupotential, bestach durch seinen Wuchs sowie dem Fleischansatz, der nichts zu wünschen übrig ließ. Die Auktion startete pünktlich um 13 Uhr. Auktionator war der Handelsleiter des LTR, Danilo Bardehle. Im Gegensatz zu den Bullen, die sich im Ring sehr temperamentvoll präsentierten, verhielt sich das Verkaufsgeschehen insgesamt allerdings weniger energiegeladen. Der teuerste Bulle der Auktion mit 4.600 € war ein Fleckviehbulle, gezogen von Bernd Petzenberger aus Eckardts. Der hornlose Gallant-Sohn überzeugte mit einem interessanten Pedigree, hervorragendem Rassetyp sowie einer Top-Bemuskelung.

Letztendlich konnten 42 von 50 Bullen zu einem Durchschnittspreis von 2.629 € an den Mann gebracht werden.

Die Qualität der aufgetriebenen Bullen war aufgrund der hohen Selektion auf der Prüfstation wiederum sehr gut. Die Stationsprüfung ist somit ein wirksames Instrument zur Erhöhung des Zuchtfortschrittes in der Fleischrinderzucht. Es ist zurzeit das beste Mittel zur genetischen Verbesserung unserer Fleischrindherden, da sie auf sicheren und wiederholbaren Prüfergebnissen beruht, die unter einheitlichen Umweltbedingungen entstanden sind.

Wer dieses Mal keinen passenden Bullen gefunden hat, sollte sich den 6. Mai 2015 vormerken, den Termin der nächsten Zuchtbullenauktion in Laasdorf.

Preisspiegel

 

Rasse

vorgestellt

verkauft

D-Preis

Angus

4

3

2.033 €

Charolais

5

5

3.100 €

Fleckvieh

39

34

2.612 €

Gelbvieh

2

0

-

Gesamt

50

42

2.629 €

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