Mit einem neuen Zuschauerrekord von knapp 49.000 Gästen schloss am Sonntag die Agra ihre Türen. Auch der Anteil der Fachbesucher von 93 Prozent zeugt davon, dass sich die Agra zu einer der wichtigsten Landwirtschaftsmessen im Osten Deutschlands entwickelt hat.

Holsteinschau

In diesen Rahmen eingebettet fand auch der Schau- und Richtwettbewerb der Rasse Holstein statt.

Insgesamt 63 Kühe aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg, Niedersachsen und Thüringen nahmen am Richtgeschehen teil. Als Preisrichter fungierte Herr Bruno Deutinger aus Österreich.

Eine kleine Gruppe von 3 Kühen vertrat die Thüringer Fahnen und wartete mit hervorragenden Platzierungen auf.

So gelang es der Goldday-Tochter Sundance, aus der Agrarproduktion „Goldene Aue“ in Görsbach, einen hervorragenden 1a Platz in ihrer Klasse zu belegen. Außerdem wurde sie als beste Euterkuh dieser Klasse ausgezeichnet. Dies ist umso bemerkenswerter, da Sundance nicht nur durch Schönheit, sondern auch mit einer Spitzenleistung überzeugt. Sie schloss die 1. Laktation mit fast 13. 800 kg Milch und 882 F+E-kg ab.

Sehr gute Platzierungen erzielten auch die zwei Kühe der GbR Gerbothe-Wiesner aus Obersachwerfen. Die Mr. Sam-Tochter Martha errang, nur knapp geschlagen, in ihrer Klasse einen 1b Rang und die Goldroy-Tochter Gina wartete ebenfalls mit einer guten Platzierung auf.

Beste Jungkuh der Schau wurde die Mogul-Tochter Success von Hahn/Radke. Die mittlere Kategorie gewann die Santos-Tochter Camilla der Rinderzucht Augustin KG.

Als Siegerin der alten Kühe kürte der Preisrichter die schauerfahrene Modest-Tochter Lady Gaga. Hier wurde die Howie-Tochter Latima, die Gewinnerin der Schau „Rind aktuell“ in Karow 2015, Reservesiegerin.

Den Titel „Miss Agra“ gewann schließlich verdient Lady Gaga. Damit gewann sie, nach der Schau der Besten in Verden, den nächsten großen Titel in diesem Jahr.  

            

Mr. Sam-Tochter "Martha", gezogen von der GbR Gerbothe-Wiesner          "GA Sundance", gezogen von der AP Görsbach

5. Mitteldeutsche Fleischrinderschau

Im Rahmen der Landwirtschaftsmesse Agra fand am 25.04.2015 auf dem Messegelände Leipzig die mittlerweile 5. Auflage des Mitteldeutschen Fleischrinderwettbewerbes statt. Es wurden rund 80 Schautiere aus 46 Zuchtbetrieben der Zuchtgebiete Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufgetrieben. Mit insgesamt 12 Rassen wurde den Besuchern ein Querschnitt des Rassespektrums in der Fleischrinderzucht präsentiert. Als Richter konnte Jost Grünhaupt, seinerseits Zuchtleiter für Fleischrinder in Hessen, gewonnen werden. Er rangierte alle Rasseblöcke souverän und kommentierte seine Entscheidungen ausführlich und nachvollziehbar.

Aus Thüringen reisten 14 Züchter mit 21 Tieren aus 6 verschiedenen Rassen an. In ihren jeweiligen Richtgruppen konnten 6 Tiere eine 1a-Platzierung erreichen. Die bundesschauerfahrene Charolaiskuh Magda, gezogen von der MKH-Agrar GmbH Teichröda, konnte sich mit ihrem bestens entwickelten Kuhkalb gegen ihre Konkurrentin im Ring durchsetzen. Auch das Angus-Jungrind Diamond, eine Shill-Tochter aus dem Hause Henry Richter, hatte nur eine Konkurrentin im Ring und konnte aufgrund ihres Wachstumspotentials und ihrer weiblichen Ausstrahlung einen 1a-Platz erreichen. Ebenfalls schon Erfahrungen auf einer Bundesschau sammelte die Rosenherz-Tochter Ina, gezogen von Siegfried Heinecke aus Schleifreisen. So fiel es diesem typstarken und sehr gut bemuskelten Jungrind nicht schwer, in ihrer Klasse den 1a-Preis für sich zu verbuchen. Bei den Fleckvieh-Färsen kam Preisrichter Jost Grünhaupt einfach nicht an der Jameson-Tochter Melly aus der Zuchtstätte Dirk Friedel/Zöllnitz vorbei. Diese Spitzenfärse überzeugte durch einen exzellenten Rassetyp gepaart mit einer überdurchschnittlichen Bemuskelung sowie einem sehr exakten Exterieur. Familie Koch aus Niederndorf konnte sich bei den Highlands gleich über zwei 1a-Preise freuen. Einmal siegte der schwarze Jungbulle Charcoal in seiner Richtklasse. Der bestens bemuskelte Bulle überzeugte den Preisrichter durch seine Ausstrahlung sowie seiner schönen Länge in der Mittelhand. Die Färse Betty, eine selbstgezogene Lennart-Tochter, war der klare Favorit in ihrer Gruppe. Die für ihr Alter sehr gut entwickelte Färse verkörperte den Rassetyp des Highlands am besten und konnte mit ihrem harmonischen und sehr tiefen Körperbau zu Recht den 1a-Preis für sich verbuchen. Besonders freute es Familie Koch, dass sie für ihre Färse im Interbreed-Wettbewerb auch noch die Siegerschärpe entgegennehmen konnte und so noch einmal für die Wahl des Grand Champion zur Wahl stand.

Grand-Champion der Schau wurde dann der Altbullen-Sieger der Rasse Limousin Fakir, welcher sich im Besitz des Limousinhofes Klemm befindet. Er zeichnete sich schon im Einzelrichtwettbewerb durch seinen hervorragenden Rassetyp und die überdurchschnittliche Bemuskelung aus.

    

1a-Färse "Melly" gezogen von Dirk Friedel/Zöllnitz                          Siegerin Interbreed Färsen - "Betty", gezogen von Anke und Jens
                                                                                            Koch/Niederndorf
                                                                           

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